9. Landesrudertag in Bad Lobenstein1426589940

Der Thüringer Ruderverband hatte an diesen Samstag zu seiner turnusgemäßen Landesversammlung nach Bad Lobenstein eingeladen. Auf der Tagesordnung stand die Wahl eines neuen Landesvorstandes. Die Delegierten waren aus Roßleben, Jena und Bad Lobenstein angereist.

 Der scheidende Präsident Gregor Hänsch umriss noch einmal die Erfolge und Wünsche in seiner ehrenamtlichen Arbeit für den Rudersport in Thüringen. Mit nur vier Vereinen im Bundesland Thüringen führt der Rudersport eher ein Randdasein. Eine eigene Landesmeisterschaft auf konstant hohem Niveau zu etablieren ist bei der Verschiedenartigkeit der Leistungsdichte zu schwierig. Daher das Angebot aus Sachsen nutzen, und an deren LM teilzunehmen, hält er für eine gangbare Alternative. Im Mastersbereich sind im Einer, in Mannschaftsbooten und in Renngemeinschaften Thüringer Ruderer durchaus erfolgreich, so das Resümee von Gregor Hänsch. Die Bad Lobensteiner Ruderregatta ist im nationalen Maßstab ein hervorragendes Aushängeschild für das Bundesland Thüringen. Noch einmal wies er auf die Bemühungen zur Durchführung einer Mitteldeutschen Meisterschaft hin. Die Leipziger Sportfreunde haben es mit der Mitteldeutschen Ergomeisterschaft schon einmal vorgemacht.

 Im Namen des Vorstandes und der Delegierten wurde Gregor Hänsch mit einem Präsent für seine langjährige Vorstandsarbeit geehrt.

 „Thüringer Ruderjugend“, „Jugendfreizeiten“, „Sportliche Jugendarbeit“ - das ist zurzeit das Fundament des Thüringer Ruderverbandes. Stefan Ebert, amtierender Jugendwart, umriss in seinem Beitrag die Ergebnisse der letzten Jahre in diesem Bereich. Gleichzeitig gab er einen Ausblick auf geplante Aktivitäten.

 Ganz im Sinne der geleisteten Jugendarbeit in den vergangenen Jahren war auch die Kandidatenliste für den neu zu wählenden Vorstand des Thüringer Ruderverbandes. Mit der Wahl von Frau Dr. Beate Krause zur Präsidentin findet die geleistete Arbeit eine kontinuierliche Fortsetzung. Verschiedene Ansätze für eine bessere Vernetzung der Thüringer Ruderinnen und Ruderer im Kinder und Jugendbereich wurden kurz präsentiert. Es werden Angebote erarbeitet, wie und in welchen Umfang diese dann genutzt werden, bleibt ab zu warten.

In einer leidenschaftliche Ansprache schilderte Sportfreund Karl Träger die Situation in Roßleben. Die politische Ignoranz bringt den, um einen Erhalt des Rudersportzentrums in seiner jetzigen Form Ringenden, fast in den körperlichen Ruin.

Grundstücksfragen, finanzielle Probleme, private und berufliche Entwicklungen eines jeden Einzelnen, Mitgliederentwicklung, alles Fragen mit dem sich jeder Verein oder Institution beschäftigt. Patentlösungen gibt es erst recht nicht. Das Geschick, mit wehenden Fahnen voran zu gehen, und Menschen für eine Sache dauerhaft zu begeistern, ist auch nicht Jedem gegeben.

Mit dem neuen / alten Team des Vorstands des Thüringer Ruderverbandes verbinde ich die besten Wünsche, die selbst gestellten Aufgaben sinnvoll zu meistern.


By:Martin Höhne